Gewandhausorchester Leipzig : Andris Nelsons spielt Mahler und Dvořák
Andris Nelsons, musikalischer Direktor des Gewandhausorchesters Leipzig, präsentiert zwei Programme, in denen Mahler auf Dvořák trifft.
Im Jahr 1781 gegründet, ist das Gewandhausorchester eines der ältesten Ensembles der Welt. Das Festspielhaus gibt uns die Möglichkeit seine musikalische Identität, die sich auf hohen Anspruch und Fundiertheit stützt, anhand von zwei Konzerten zu entdecken. Das Erste (07.03.) lässt Das goldene Spinnrad – eine instrumentale Miniatur-Oper von Dvořák in dem eine düstere Gewalt von einigen Ausbrüchen der Freude durchzogen wird – und die Sinfonie Nr. 4 von Mahler aufeinandertreffen. Eine persönliche Seite, sarkastisch, sehr lebendig und bewusst spöttisch (Vincent d’Indy sprach von einer „Musik für die Alhambra oder das Moulin Rouge“), löst sich in der wolkenlosen Reinheit des Lieds Das himmlische Leben auf, einer überirdischen Stimme auf der Suche nach innerem Frieden. Die beiden Kompositionen setzen ihren Dialog mit einem zweiten Datum fort (08.03.) an dem das sehr lyrische Blumine des Zweiten auf die Sinfonie Nr. 8 des Ersten antwortet, von zutiefst innovativer pastoraler Essenz, außerordentlich brillant und von einer großen lebendigen Heiterkeit. Ein letztes Stück lässt uns das Ende des 19. Jahrhunderts verlassen: Von zwei Brüdern, Lucas und Arthur Jussen, interpretiert, ist das Konzert für zwei Klavier und Orchester (1823) ein schillerndes Jugendwerk Mendelssohns.
Im Festspielhaus (Baden-Baden) am Freitag den 7. und Samstag den 8. März
festspielhaus.de